Allgemeine Patienteninformation Homöopathie

Globuli Einnahme:

die Globuli am besten abends vor dem Schlafengehen unter die Zunge legen und zergehen lassen. Eine halbe Stunde vorher und nachher nichts essen, trinken oder Zähne putzen.

Reaktionsmöglichkeiten:

In den ersten Tagen bis Wochen nach der Mittelgabe kann es zu einer „Erstreaktion“ (=Verschlimmerung der ursprünglichen Krankheitssymptome oder kurzfristiges Auftreten neuer Symptome) kommen. Diese ist als Hinweis auf die Richtigkeit der gewählten Arznei anzusehen und somit als positives Zeichen zu werten. Die Dauer einer Erstreaktion beträgt meist wenige Stunden bis Tage (bei Hautkrankheiten u.U. Wochen), dann setzt bei richtig gewählter Arznei gewöhnlich eine langsame, kontinuierliche und langandauernde Besserung ein.

Diese Erstverschlimmerung muss jedoch nicht auftreten. Sie ist keine Voraussetzung für die Wirksamkeit der Arznei.

Es kann auch zu einem vorübergehenden Wiederauftreten von alten Symptomen (z.B.: Hautausschlägen, Absonderungen etc.) kommen. Dabei sollten Sie – wie auch bei den Symptomen der Erstreaktion – möglichst keine anderen Medikamente (z.B. zusätzliche Tabletten, Salben, Nasentropfen, Scheidenzäpfchen etc.) ohne Rücksprache mit mir anwenden (außer natürlich in Notfällen). Dies gilt nicht nur für schulmedizinische Präparate, sondern auch für andere homöopathische Arzneien, insbesondere Komplexmittel, sowie für Bachblüten, Notfalltropfen, Akupunktur, Lasertherapie, Bioresonanztherapie etc.

 

Es kann durch all diese Maßnahmen zu einer Beeinträchtigung der Wirkung der homöopathischen Arznei kommen.

Heilungshindernisse:

Eine homöopathische Arznei kann in ihrer Wirkung durch äußere Störfaktoren beeinträchtigt werden; diese sollten daher während einer homöopathischen Behandlung möglichst gemieden werden:

Ätherische Öle:
Kampfer (z.B. in Wick Blau / Baby Luff / Scottopect etc. enthalten)
Menthol (z.B. in diversen Hustenzuckerln) oder  Kamille in Salben, Zahnpasta oder Bädern

Tees:  Pfefferminz und Kamille ( Grüntee in Maßen unbedenklich)

Kaffee: sollte bis zum nächsten Follow up vermieden werden (koffeinfreier ist erlaubt)

Substanzen individueller Unverträglichkeit: Substanzen, auf die Sie auf irgendeine Art mit einer Unverträglichkeit reagieren, sollten in den ersten Monaten der homöopathischen Behandlung gemieden werden; wenn Sie also z.B. auf Rotwein immer Magenschmerzen bekommen, dann meiden Sie Rotwein in dieser Zeit ganz besonders.

Zahnbehandlungen, Röntgenaufnahmen, Impfungen, Fastenkuren und Operationen  (wenn möglich),

funktionelle (energetisch wirkende) Therapieformen: Akupunktur, APM, Fußreflexzonenmassage, Osteopathie, Manualtherapie, Kraniosacraltherapie, Bachblüten …

 

Anwendung Q Potenzen:

Bei dieser homöopathischen Arzneiform werden niemals die Globuli selber eingenommen, sondern eine daraus hergestellte alkoholische Lösung. Der Alkohol dient zur Konservierung.
Q- Potenzen haben den Vorteil, dass sie besser steuerbar sind und die Dosierung ist flexibler als mit C- Potenzen.

Sie erhalten von der Apotheke ein 10ml Fläschchen einer Q Potenz. Dieses ist randvoll gefüllt, um eine unabsichtliche Verschüttelung (Potenzierung) beim Transport zu verhindern. Von daher muss zuerst ein Viertel des Inhaltes aus dem Fläschchen weg geschüttet werden.
Üblicherweise beginnt man bei dieser Methode mit einer Q6 Potenz. Aus dem Fläschchen werden maximal 29 Gaben mit je 10 Schüttelschläge verabreicht und dann wird auf die nächst höhere Potenz in Dreierschritten übergegangen, also der Q6 folgt die Q9, dann die Q12 usw.

Erster Tag (Testdosis):

Geben sie einen Tropfen der Q Potenz in 200ml Leitungswasser und rühren Sie mit einem Plastiklöffel sanft um. Aus diesem Glas einen Tropfen einnehmen.
Den Rest weg schütten, das Glas sehr heiß ausspülen und für die nächste Einnahme beiseite stellen.
Kommt es zu keiner Erstverschlimmerung gehen sie wie folgt vor:

Zweiter Tag:

Zuerst die Flasche 10x kräftig auf ein weiches Buch oder den Handballen schlagen. Das dient zur Potenzierung, damit bei jeder Einnahme eine etwas höhere Potenz eingenommen wird. Dann einen Tropfen davon in 200ml Leitungswasser geben, sanft mit dem Plastiklöffel umrühren und davon einen Teelöffel einnehmen.
Das Glas und den Löffel heiß abspülen und beiseite stellen.

Das Mittel wird nun jeden Tag wie unter Tag zwei angegeben eingenommen. Das Fläschchen bei Zimmertemperatur lagern und nicht in den Kühlschrank stellen.

Bitte melden Sie sich bei mir nach 3 Tagen und dann nach 10 bis 14 Tagen telefonisch um das weitere Vorgehen zu besprechen.

 

Patienteninformation bei akuter Erkrankung:

Je akuter die Erkrankung, desto häufiger die Einnahme!

Lösen Sie 2 Globuli in 1/8l Wasser auf, am Besten in einem sauberen wieder verschließbaren Behältnis und bewahren Sie die Flüssigkeit nach Möglichkeit im Kühlschrank für einige Tage auf.

Dosierung:

1 Teelöffel (Plastik nicht Metall),
vor jeder Gabe zur 10 x umrühren; dies steigert die Potenz des Mittels

Bei hochakuter Erkrankung (z.B. heftige Schmerzen) wiederholen Sie die Dosis, wenn es innerhalb von 10-15 Minuten zu keiner Besserung kommt (bitte bei höheren Fieber bis zu 30 Minuten warten).
Bei nicht so dringlichen Erkrankungen sollte man bis zu einer Stunde oder länger abwarten. Der Körper braucht manchmal länger um zu reagieren.
Geben Sie Ihm diese Zeit!!!

Kommt es zu keiner Besserung kann man die Arznei bis zu 3x wiederholen.
Kommt es dann noch immer zu keiner Besserung, bitte stoppen Sie die Einnahme und kontaktieren Sie mich, denn dann brauchen Sie eine andere Arznei.

Die Gabe wird nur dann wiederholt wenn es zu keiner Besserung kommt (max. 3x) oder wenn es wieder zu einer Verschlechterung kommt.
Bitte davor immer 10x umrühren!!

Bei Fragen kontaktieren Sie mich bitte.